Sonntag, 28.06.2015

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Ich bin wieder da. In der Zwischenzeit bin ich mit meiner Klasse nach Kopenhagen gefahren, habe mitgeholfen über 9000 Bäume zu pflanzen, habe Snæfellsnes erkundet und die Schule hier abgeschlossen. Sommerferien habe ich schon seit einigen Wochen und als ich meinen neuen Stundenplan aus der Schweiz zum ersten Mal gesehen habe, bekam ich nur schon von dem Gedanken, neun Stunden in der Schule zu sitzen, Kopfschmerzen. In einem Monat werde ich wieder in der Schweiz sein. Es kommt mir total surreal vor. Wie kann es sein, dass ich schon seit über 10 Monaten in Island bin?

Genauso wenig kann ich glauben, dass es schon fast Juli ist. Anfangs Juni fielen hier die letzten Schneeflocken und wenn ich jetzt auf die Berge schaue, sind sie immernoch weiss. Die letzten Wochen waren jedoch schon ein wenig sommerlicher. Das Thermometer kletterte sogar schon einmal bis auf 20 Grad rauf. Hell ist es aber den ganzen Tag. Wenn man um halb zwei in der Nacht aufwacht, hat man keine Ahnung, ob man jetzt verschlafen hat, oder ob man noch fünf Stunden weiter schlafen kann.

An einem sommerlichen Abend sind wir in die sogenannte "Varp" gegangen. Dabei nimmt man einen Teil der Daunen aus einem Entennest und legt im Gegentausch Heu in das Nest. ( Ich bin mir immernoch nicht ganz sicher, ob das jetzt gemein ist oder nicht) Die Eier legt man natürlich in das Nest zurück. Die Enten schien das ganze nicht gross zu stören, das grössere Problem waren die Küstenseeschwalben. Mein Gastvater hat mir während der Varp erzählt, dass er einmal von den Schwalben attackiert worden sei und sein Kopf danach mit Wunden übersäht war. Als ich dann nach oben sah, sah ich auch wie diese Vögel schon über uns kreisten. Ich zog den Kopf ein und man reichte mir einen Ast, den ich mir über den Kopf halten sollte. Ich muss sagen, ich hatte schon ein bisschen Angst. Umso erleichterter war ich, als wir fertig waren und ich keine Bekanntschaften mit den Schwalben machen musste. Mein Gastvater kletterte einen Felsen hoch, um etwas nachzusehen, und kam einem Vogelnest zu nahe. Daraufhin erbrach der Vogel auf den Pullover von ihm. Wir, die warteten, konnten uns vor lachen kaum mehr halten.

Diese Zeit hier ist unglaublich schnell vergangen und voraussichtlich wird dies einer der letzen, wenn nicht gar der letzte Eintrag auf diesem Blog sein. Vielleicht werde ich ihn ja für zukünftige Reisen weiterbenutzen. Oder ich werde in zehn, zwanzig Jahren diese Zeilen lesen und mich zurückerinnern. Wer weiss.

Danke für das Mitlesen und die Kommentare in den letzten Monaten.

Bis bald (und jetzt heisst das ja auch wirklich bald)

Kveðja og sjáumst bráðlega

Paula

grundarfjörður lundar! Möchte mir jemand dieses Haus in der linken Ecke kaufen!?

Montag, 20.04.2015

Gleðilegt sumar

Es ist 20:30 Uhr an einem Aprilabend und die Sonne scheint. Die Frauenfussballmannschaft trainiert draussen auf dem Fussballfeld und das gefühlte halbe Dorf grilliert draussen auf der Terrasse. Man erwartet milde Temperaturen bei etwa 20 Grad. Doch das Thermometer zeigt 7 Grad an und der Wind weht wie gewohnt. Wenn dieses Szenario eintritt, dann ist man definitiv im tiefsten Island gelandet. Ich gehörte nicht zu den Grillierenden, sondern half bei der Frauenamannschaft aus. Und die 7 Grad fühlten sich irgendwie auch ein bisschen wie Sommer an. Also fast.

Ich habe leider nicht so viel Zeit lange und regelmässige Einträge zu schreiben, darum bleibt auch dieser kurz. Dafür füge ich noch ein paar zusätzliche Bilder ein, da diese beim letzten Eintrag fehlten. Ich hoffe es geht allen gut und dass der Sommer bald kommt. Hier liegt wieder Schnee, es dauert wohl noch ein bisschen, bis dann auch hier der Frühling Einzug hält. Vorletzte Woche wurde trotzdem der 1. Sommertag gefeiert. Alle sagten "Gleðilegt sumar/Fröhlichen Sommer", wie man an Neujahr "Fröhliches Neues Jahr" sagt. Der Tag hat auch ganz Frühlingshaft angefangen, doch dann begann es zu schneien.

Die Fahrt nach Reykjavík hat für mich leider nicht stattgefunden. Aufgrund des Wetters konnte ich nicht in die Hauptstadt fliegen und Afs hat es versäumt mir einen neuen Flug zu buchen. Das war nicht so lustig. Doch was solls.

Meinen Aufenthalt habe ich übrigens um einen Monat verlängert! Ich freue mich.

Bless og gleðilegt sumar

Paula

    

Sonntag, 08.03.2015

Þórrablót und Reisen nach Akureyri

Jetzt sind schon über sechs Monate vergangen, seit ich hier nach nach Island gekommen bin. Und die Zeit verging und vergeht so unheimlich schnell, dass ich gar nicht weiss wo denn all diese Monate hin sind. Gerade gestern sass ich doch noch am Küchentisch und hatte keine Ahnung von was da geredet wurde. Hoffentlich vergehen die verbleibenden Monate nicht so schnell. Ich denke, ich habe in dieser kurzen Zeit  sehr viel gelernt, was ich wohl nicht gelernt hätte, wenn ich Zuhause geblieben wäre. Darum möchte ich mal hier danke an alle sagen,  die mir dieses Austauschjahr ermöglicht haben.( so cheesy ∗dramatische Musik∗) Aber wirklich einfach mal danke, ich bin unglaublich glücklich hier zu sein.

Besonders in den letzten Wochen war ziemlich viel los. Zuerst war da Mitte Februar das Þórrablót. Das ist ein traditionelles Winterfest, das besonders in den kleineren Gemeinden gefeiert wird. Dort wird dann traditionelles isländisches Essen serviert(Hákarl ahoi) und sich über die Dorfbewohner lustig gemacht.  Es gibt ein Fest für alle über 18 und eines in der Schule. Bei dem für die Erwachsenen war ich natürlich nicht dabei. Beim Schulþórrablót mussten wir, also die 10. Klasse, das Fest organisieren. Beim alljährlichen Theater durften wir uns über die Lehrer und die Schüler lustig machen. Ich war unter anderem eine tanzende mexikanische Putzfrau und mich selber, als ich neu in die Schule kam und nichts verstanden habe und die Lehrer versuchten sich mit mir zu verständigen. es wurde viel gelacht und es hat auch sehr viel Spass gemacht sich einmal über die Lehrer lustig machen zu dürfen. Dann gab es noch die Verleihung der Schärpen. Dabei bekamen alle aus der 9. und 10. Klasse eine Schärpe, auf welcher ein Name steht, der einem in diesem Jahr auszeichnete. Zum Beispiel Lächeln 2015 oder Komiker 2015. Ich bekam "Íþróttakona 2015", also so etwas wie "Sportskanone". Danach gab es noch so etwas wie ein Photobooth, in dem man fotografiert wurde und den ich mitdekoriert habe. Der gesamte Abend und das Vorbereiten hat mir sehr gefallen und ich werde das Þorrablót in guter Erinnerung behalten.

Am nächsten Tag fuhr ich dann auch schon mit dem Bus nach Akureyri um in ein freiwilliges Afs-Camp zu gehen. Die Fahrt dorthin hat mir wieder einmal sehr gefallen. Die Strasse liegt zwischen Bergen und liegt mehr im Inneren des Landes. An einer Stelle fuhr der Bus wirklich in der Mitte von zwei Bergfüssen hindurch. Da merkt man richtig wie klein man doch eigentlich ist. In Akureyri selber haben wir Austauschschüler uns das erste Mal nach 5 Monaten wieder gesehen. Es gab viel zu erzählen und zu lachen. Wir gingen Schlittschuhlaufen (wobei ich 4 mal gefragt wurde, ob ich Hilfe brauche!?), Eis essen und vieles mehr.

Zwei Wochen später fuhr ich dann nochmal mit meiner Familie nach Akureyri. Mein Gastbruder und ich gingen zwei mal Ski bzw. Snowboard fahren. Ich habe mich so gefreut endlich wieder auf die Piste zu können. Für meinen Gastbruder war es das zweite Mal auf den Skiern und für das konnte er schon wirklich gut fahren. Doch er musste mir natürlich beweisen ,dass er besser als ich fahren kann, die, die schon seit Kindesjahren Ski/Snowboard fährt. So fuhr er gerade, ohne eine Kurve zu machen die Piste hinunter. Ich glaube, er dachte, der Schnellere sei der Bessere. Ich stand nur oben schreiend am Hang und rief, er solle Kurven machen! Zum Glück hat er sich kein Bein gebrochen haha.

Ansonsten bin ich hier sehr beschäftigt. In zweieinhalb Wochen führen wir ein grosses Theater auf und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Übermorgen fahre ich auch schon nach Reykjavík an ein anderes Afs-Treffen. Irgendwie habe ich auch noch ein Buch gelesen und eine ganze Arbeit darüber geschrieben. Alles auf Isländisch! Zum Glück muss ich diese nicht korrigieren, mit all den Fehlern. :P Der Blogeintrag liess übrigens so lang auf sich warten, weil ich ihn schon einmal geschrieben habe und dann der Computer keinen Strom mehr hatte...

Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr habt den Winter heil überstanden.

Bless

Paula 

(Bilder kommen später)

 

 

Mittwoch, 28.01.2015

Frost und Freude

Zuerst ein Lob an meine unglaublich tollen Titel!

Bevor ich hierher kam sagten mir viele Leute Dinge wie: " Det obe isches denn im Winter im dunkel, de ganzi Tag lang. Muesch denn luege gäll.", oder: " Dsunne schint denn de ganzi Winter lang nöd, muesch denn luege dass gnueg Vitamin D überchunnsch, gäll." Und zur Beruhigung es geht mir sehr gut und "ich dun uf mich luege". Also ich stehe jeden Morgen auf, auch wenn es dunkel ist und ich bin noch nicht ins Krankenhaus gekommen, weil ich an einem Vitamin D Mangel leide.

Es ist nie den ganzen Tag dunkel, ausser wenn es sehr schlechtes Wetter ist. Um 12 Uhr ist es eigentlich immer hell ,man sieht die Sonne halt einfach nicht. Von Mitte Dezember bis etwa Mitte Januar ist die Sonne nie über die Berge gekommen, jetzt sieht man sie wieder ab und zu aufblitzen, was einem natürlich freut. Also zumindest mich. Denn wenn die Sonne aufgeht und sie das Klassenzimmer mit Licht füllt werden sofort die Gardinen heruntergelassen ,weil die Sonne einem angeblich direkt ins Gesicht scheint. Ich protestiere zwar dagegen, doch meistens erfolglos.

Manchmal ist es auch total super, wenn man am morgen mit dem Schulbus zur Schule fährt und der Himmel voller Sterne ist. Also die Dunkelheit hier ist viel weniger schlimm als gedacht.

Aber die Kälte ist manchmal schon, also ja wie sagt man, sehr kalt halt? Vor etwa 3 Wochen sind meine Gastmutter und ich mit einem "Wandergrüppchen" beim Tángasborð (wieso hat meine tastatur dieses Zeichen ð geändert?) also übersetzt bei der Dorfgrenze wandern gegangen.Dorfgrenze trifft es nicht gut, also kurz gesagt sind wir um die Fjorðspitze herum gegangen. Und es war wunderschön und extrem kalt. Ich habe noch nie in meinen Leben so sehr gefroren. Am Ende konnte ich meine rechte Wange fast nicht mehr bewegen, da sie einfach halb eingefroren war. Doch es war unglaublich eingefrorene kleine Wasserfälle zu sehen und am Rand der Klippen zu stehen.

Am folgenden Wochenende sind wir dann mit dem "Rescueteam"( Ich habe das deutsche Wort immernoch nicht gefunden) in eine Hütte im Nirgendwo gefahren. Die Hütte hatte demnach auch kein fliessendes Wasser und auch keinen Stromanschluss. Um 17 Uhr sassen wir dann im Kerzenlicht und haben Karten gespielt, weil es einfach schon stockdunkel war. am Abend sind wir  noch mal raus in den Schnee gegangen und wir haben Sternschnuppen gesehen. Sternschnuppen!! Wir waren einfach im Schnee und schauten in den Himmel und plötzlich flog da einfach eine Sternschnuppe vorbei und dann gleich nochmal eine. Das war unglaublich. Am nächsten Morgen haben wir dann Schlitten an das riesen Rescueauto gebunden und wurden durch den Schnee gezogen. Es hat sehr sehr viel Spass gemacht. Das Tollste daran fand ich, dass man einfach in der Natur war und man sah nichts Menschengemachtes. Kein Haus, kein Zaun, kein Telefonmast, keine Geräusche, kein garnichts. EInfach unendlich weite Schneelandschaften. In der Schweiz vermisse ich das immer ein bisschen. Es ist immer irgendwo ein Auto zu hören, oder eine Strassen oder ein Haus zu sehen. Es hat mir unheimlich gut gefallen dort oben und wir haben auch noch Rentiere gesehen! Leider habe ich kein einziges Foto von dem Ausflug, da ich keine, aber wirklich keine Wärme verlieren wollte, indem ich meine Handschuhe ausziehe und mein Fotoapparat aus dem Rucksak herauskrame, nur um ein verwackeltes Foto zu schiessen. Es hat sich ausgezahlt und ich bin zum Glück nicht verfroren.

Ich glaube der Winter wird noch eine hier Weile bleiben. Island hält, was sein Name verspricht.

Paula

tángasborð

 

Sonntag, 28.12.2014

Jóljóljól

Jól bedeutet Weihnachten und Weihnachten kommt hier definitiv nicht zu kurz. Anfang Oktober stand schon ein Weihnachtscountdown an der Wandtafel und richtig Schule hatten wir das letzte Mal im November. Im letzten Monat bemalten wir in der Schule Fenster mit Weihnachsmännern, Lenkuchenhäusern und sonstigen festlichen Motiven. Wir bastelten Weihnacchtskarten und schauten manchmal Weihnachtsfilme. Viele Stunden fielen auch aus, da die meisten Familien in die grösseren Städte fahren, um Geschenke zu kaufen. Somit fehlten regelmässig Lehrer. Das hört sich für schweizer Verhältnisse wahrscheinlich ein bisschen wie Kindergarten an, oder? Normalerweise ist die Adventszeit in der Schule die stressigste Zeit für mich, da oft viele Prüfungen stattfinden und ich mich dann trotzdem noch um alle Geschenke kümmern muss. Dieses Jahr war das gar nicht der Fall und ich konnte den Dezember richtig geniessen.

Am 24. Dezember waren wir aus der 10. Klasse dann Weihnachtsmänner und verteilten Geschenke an die jüngeren Kinder. Hier in Island gibt es 13 Weihnachtsmänner und jeder hat einen anderen Namen. Ich war der "jólasveinn", der Kerzen isst. 

Sonst war es noch ungeheuerliches Wetter. Anfang Dezember stürmte es sehr heftig. In einer Nacht konnte ich nicht schlafen, weil der Wind einfach so laut war. Am nächsten Morgen wollte ich dann die Haustüre öffnen und es kam einen riesen Berg Schnee hinein. Ich konnte die Tür auch nicht mehr schliessen, da sie einfach durch die Schneemassen blockiert war. Ich drückte mich dann gegen die Türe, damit nicht noch eine grössere Sauerei entsteht, konnte sie aber nicht schliessen. Zu alldem war ich auch noch alleine im Haus, es konnte mir demnach auch niemand helfen. Schlussendlich stand ich dann wirklich einige Minuten an dieser Türe und hoffte, dass meine Gasteltern bald vom Stall zurückkommen. Leider wurden meine Hoffnungen nicht erfüllt und schlussendlich warf (kein Spass) ich mich dann gegen die Türe und zu meiner Erleichterung fiel sie dann ins Schloss.

Es war das schlechteste Wetter seit Jahren und mein Gastbruder wurde mit dem Auto des "Rescueteams" nach Hause gebracht. Aus den Fenstern sah man rein garnichts, da sie mit einer Schnee/Eis Mischung zugefroren waren. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis.

Jetzt ist dieser Sturm zum Glück überstanden und jetzt liegt überall sehr viel Schnee. Die folgenden Bilder habe ich heute morgen noch schnell gemacht, dass dieser Blogpost noch irgendwelche Fotos beinhaltet.

Gleðileg jól og farsælt komandi ár.

Kveðja

Paula

P.s. Ich weiss, dass mein Deutsch langsam aber sicher immer schlechter wird

P.p.s Ich habe jetzt auch noch Süssigkeiten verkauft

  die katze findets auch ganz toll oder auch nicht...

 

Mittwoch, 26.11.2014

96 tage

Ich habe Klopapier verkauft. Was? Ja genau, ich habe Klopapier verkauft. Das war schon das dritte Mal, dass ich an Haustüren läute und für verschiedenste Dinge Geld möchte. Ich weiss ja nicht was die Leute von mir denken. Ich meine, ich habe  für das rote Kreuz, die Schulreise und für die Kirchenreise Geld gesammelt und kann noch nicht mal richtig Isländisch sprechen. Diese Sprchbarriere führte dazu, dass ich auf die Frage: " Wer bist du?", mit:"Danke", geantwortet habe. Ich kam mir recht dämlich vor, als ich dann begriff was die Frau eigentlich gesagt hat.                    Also ich habe für die Schulreise nach Dänemark Toilettenpapier verkauft, nur dass das klar ist.( Es ist noch nicht soweit, dass ich das zum Spass mache.)

Ich spreche jetzt so oft wie es geht Isländisch und dass klappt mit einigen Versprechern und Missverständnissen auch ganz gut. Ich spiele Volleyball und Fussball und mache somit 9(!) mal Sport in der Woche. Also 4 mal in der Woche Schulsport, der zum Grossteil aus Kraftraining besteht, 3 mal Fussball und 2 mal Volleyball. Klavier spiele ich auch noch, doch ich hatte für etwa 6 Wochen keinen Unterricht mehr, da die Musiklehrer streikten(seit gestern ist der Streik vorbei, zum Glück!). Das Nervtötendste daran war, dass der Musiklehrer jeden Tag in der Schule war, zu Mittag ass und für sich selber Klavier spielte, was man in der Mensa immer hören konnte. Manchmal war ich schon ziemlich genervt davon, da er sozusagen 6 Wochen Ferien hatte und ich das irgendwie ja aus meiner Tasche ( also nein eigentlich die von meinem Mami;P Hoi Mami:D) bezahle. Naja genug gemeckert!

Letzten Feitag fuhren die alle aus der 10. ,die Meisten aus der 9. und einige Kinder aus der 8., 3 Stunden in ein anderes Dorf. Dort verfolgten wir einen Talentwettbewerb mit. ( an dem niemand von uns teilnahm haha. "In diesem Dorf gibt es kein Talent.", Zitat von einem Mädchen aus meiner Klasse). Danach gab es noch einen sogennanten "Ball"", was eigentlich nicht anderes als eine "Party" ist. An dieser Party bin ich dann irgendwie in der Mitte der Tanzfläche gelandet und war in Mitten springender und singender Menschen gelandet ( wenn ich springen schreibe, dann meine ich springen!). Ich habe keine Ahnung, wie das passiert ist, auf jeden Fall musste ich aufpassen, dass ich nicht niedergetrampelt wurde und war froh, als ich meine Kolleginnen dann wieder gefunden habe.

Die Norldlichter tanzen in diesen Nächten oft am Himmel und ich gebe mein Bestes, einigermassen realistische und gute Fotos hinzubekommen. Das hat bis jetzt mittelmässig geklappt und ich werde weiter probieren. Zum Glük ist meine Gastmutter sehr fotografieinteressiert und kann mir ein bisschen helfen. Ich hoffe auch auf Nordlichter heute abend, da der Himmel klar und voll mit Sternen ist. Was an sich ja auch schon sehr schön ist. Ich gehe dann jetzt mal Nordlichter suchen.

Bless

Paula

das bisher beste Bild

Montag, 27.10.2014

Ich bin ein Freund und 6-week-camp

Ich melde mich mal wieder, nach fast einem Monat Stille auf diesem Blog.

Letzte Woche hat es zum ersten Mal geschneit und im Moment liegt eine mit Schnee bedeckte Eisschicht auf den Strassen. Nach meinem Gefühl könnte in 2 Wochen Weihnachten sein. In der Schule steht schon ein Weihnachtscountdown an der Wandtafel und alle freuen sich schon.

Man merkt auch, dass es immer später hell wird und früher eindunkelt. ich kann mich noch daran erinnern, als ich in meiner ersten Woche morgens aufgestanden bin und die Sonne schon hell schien und jetzt ist sie noch nicht mal aufgegangen. Es ist jetzt ca 17:20 und es beginnt bald dunkel zu werden. Ich bin ja gespannt, wie das in 2 Monaten aussieht.

Vor einigen Wochen fand im Dorf die alljährliche Freundschaftswoche statt. Die Kinder, die im Æskó sind, also sich wöchentlich von der Kirche aus treffen, ( ist aber nicht religiös oder so, keine Angst ich bin noch keiner Sekte beigetreten) organisieren diese.(Was für ein Satz. Deutsch, Ahoi!) Während der Woche machten wir verschiedene Dinge, zum Beispiel einen Kinoabend. Oder eines Abends gingen wir von Haustüre zu Haustüre und verteilten Rosen, Herzen und Umarmungen. Am Donnerstag dieser Freundschaftswoche fuhren wir dann im Dorf auf einem Traktor umher und alle schrien: " Við erum vinir!" , also : "Wir sind Freunde." Wenn Leute im Dorf waren, stoppten wir und umarmten diese. Ich glaube ich habe noch nie so viel Kuchen, wie in dieser Woche gegessen. Dann bin ich schon irgendwie froh, dass wir so einen "strengen" Sportlehrer haben haha.

Leider konnte ich nicht bei der ganzen Freundschaftswoche dabei sein, weil ich am Freitag nach Reykjavík ins Six-week-camp (es war in der 7. Woche...) flog. Also für alle die es nicht wissen, wir haben hier einen Flughafen im Dorf. Eigentlich ist es nur ein Haus und eine Landebahn. Aber eben es ist ein Flughafen. Ich musste bis nach Akureyri fliegen und dann dort umsteigen. Das erste Flugzeug hatte 20 Plätze und wir waren 3 Passagiere, ein Flughafenangesteller und zwei Piloten im Flugzeug, was ich extrem lustig fand. Die Piloten redeten direkt mit den Passagieren und ich glaube, sie wussten dass ich nicht so gut Isländisch verstehe und wiederholten alle Dinge nochmals auf Englisch, extra für mich. Ich musste mich wirklich zusammenreissen, dass ich nicht beginne zu lachen. uf jeden Fall war der Flug ziemlich spektakulär und unglaublich schön, da man viel tiefer fliegt, als normale Linienflugzeuge und somit einen viel besseren Ausblick hat. Die Landung beim Heimflug war unglaublich, denn der Flughafen ist etwa 100m vom Meer entfernt und beim Landeanflug fliegt man über den Strand und das Meer, was wie gesagt einfach nur toll ist. ( Ich habe das gefilmt, weiss aber nicht ob ich das irgendwie schaffe hier hochzuladen oder so.)

Der Grund, warum ich nach Reykjavík flog, war wie gesagt das Camp, in welchem sich alle Austauschschüler für ein Wochenende treffen. Dieses Wochenende fand in Keflavík, also etwa 40 Minuten ausserhalb der Hauptstadt statt. Es war wirklich toll, alle anderen nach 7 Wochen wieder zu sehen und über alle lustigen und komischen und peinliche Dinge reden zu können. Wir spielten Ninja und Werwölfe bis in die Nacht, was ungaublich lustig war. Am Sonntag war das Camp dann ofiziell zu ende, doch mein Flug ging erst Montags und so übernachtete ich bei einer sehr sehr lieben Volunteerin.

So das wärs dann für heute. Mir geht es immer noch super hier und ich denke, ich habe das richtige Land ausgewählt. Ich habe übrigens den Schafkopf (Svið) gegessen ( ok, aber nicht so der Hit) und viele ander lustige, oder weniger lustige Dinge... Geniesst eure Nudeln und Brot und esst für mich mit!

  Aus dem Flugzeugunglaubliche Nacht  Das Dorf :) (das mit dem video funktiniert nicht)

Paula

Freitag, 03.10.2014

Kraftaverk

Ich fange jetzt einfach an, weil ich wirklich Probleme habe einen Anfangssatz zu finden.

Also. Ich bin jetzt schon 6 Wochen hier und dieTage werden täglich spürbar kürzer und es beginnt jetzt bereits etwa um 19:00 zu dämmern. Doch die Sonnenuntergänge, bzw. Aufgänge werden auch immer schöner. Nordlichter kann man hier fast jeden Abend beobachten und für die Leute hier ist es normal, wenn mal ein Nordlicht vorbeihuscht. Wenn ich anderen Leuten erzähle, dass viele Menschen sehr viel dafür geben würden, Nordlichter zu sehen, schauen sie mich immer nur verwirrt an.:P

Hier in der Schule ist das Basel Fieber seit dem Sieg gegen Liverpool ausgebrochen. Manche beginnen sofort: "Basel, Basel!" oder: "Áfram Basel" zu schreien, wenn sie mich sehen.  Aber es tönt eher wie: BASCHEL, BASCHEL! Das Lied "Traum" von Cro ist hier auch sehr beliebt. Zuerst wurde ich gefragt, ob diese Sprache Französisch ist.:P Und es ist ziemlich witzig wenn jemand "u banscha dram bi ni bidi" singt, anstatt: "und manchmal träum ich nur von dir."

Die Schule hier ist das Gegenteil von der Schule in der Schweiz. Die Lehrer duzt man und die meisten Lehrer sind mit irgendeinem Kind verwandt, oder sind die Eltern eines Schülers. Die einen umarmen die Lehrer manchmal auch einfach so. Es ist auch kein Problem während der Stunde auf die Toilette zu gehen und dann 30 Minuten später zurückzukommen.  Ich glaue, es gab noch keinen Tag, an dem alle Fächer stattfanden. Denn oft fallen Fächer aus, weil wir den Kindergarten besuchen, oder Bäume pflanzen gehen, oder sonst irgendetwas Spezielles machen.

Hier machen auch alle viel mehr Sport, als zu Hause. Alleine schon in der Schule haben wir 4 mal Turnen. Das besteht meistens aus Krafttraining und dann noch irgendein Ballspiel. Im Moment spielen wir sehr oft Basketball. Und das ist ein ziemlich grosses Haudrauf. Man muss immer aufpassen, dass man nicht überrannt wird, wenn man den Ball hat. Doch meistens ist es ziemlich lustig.

Speziell schön war auch mein Ausflug an den Strand. An einem Wochenende fuhr ich mit dem  Fahrrad zu der  Küste. Der Strand liegt etwa 2 Km vor dem Dorf und ist sozusagen das Ende von dem Fjord(was für eine Beschreibung??). Aufjedenfall ist er wunderschön. Ich war ganz alleine dort und es ist unglaublich, wie still es dort ist. Man hört nur das Rauschen des Meeres. Der Sand ist schwarz und Basaltfelsen säumen den strand links und rechts. In der Mitte wird das Land ganz flach und man sieht undendlich weit ins Land hinein. Ich hätte dort stundenlang bleiben können, doch es begann unglaublich stark an zu winden und ich kämpfte mich im wahrstensinne des Wortes zurück. Auf dem Hinweg brauchte ich etwa 20 Minuten und auf dem Rückweg eine gute Stunde. Der Wind blies so stark, dass ich stehen blieb, als ich einen Hügel hinabfahren wollte. ich konnte auch nicht geradeaus fahren, da der Wind mich einfach irgendwo hinblies. Was dann aber das allerkomischte an all dem Ganzen war, war als ein Auto im Schrittempo an mir vorbeifuhr und ein etwa 85 jähriger Mann am Steuer sass. Etwa 1 Minute später raste dann ein mit zürcher Nummer und mit schweizerkreuz verklebter, dreckiger Jeep an mir vorbei. Und ich dachte ich sehe nicht richtig. Schlussendlich kam ich dann zum Glück wieder heil an.

Ah und bevor ich es vergesse, Kraftaverk bedeutet Rätsel auf Isländisch. Wir haben ein Lied über Freundschaft gesungen und das letzte Wort war Kraftaverk. Als ich dann fragte, wieso das Lied mit Kraftwerk aufhört, mussten wir ziemlich lachen.

Wie man vielleicht merkt, geht es hier ziemlich verrückt zu und her. Doch es ist sehr amüsant.

Bless

Paula

 

allerschönster Sonnenaufgang heute morgen über dem Strand Strand 1  Strand 2 strand 3

 

Freitag, 19.09.2014

Nordlichter jagen und andere Abenteuer

Hallo ihr lieben:)( wie beginnt man einen Blogeintrag??)

Der Herbst ist gestern hier angekommen und wir sitzen seitdem in der Nebelsuppe. Es ist sehr speziell, denn der Nebel taucht alles in ein ganz anderes Licht und es herrscht eine sehr mysteriöse und verschlafene Stimmung.Doch mir gefällt dieses Wetter sehr gut.

Es ist allgemein immer komisches Wetter, da es eine Spalte in der Erde gegeben hat und daraus jetzt Lava fliesst, bzw schiesst.(dazu nachher mehr und es ist KEIN VULKAN!.) Wegen diesem Ausbruch hat es Gase in der Luft , die den Horizont in ein blaues Licht tauchen. Die Regierung schickte sogar jedem, der sich gerade in Island befand, eine Sms, in welcher stand, man solle die Fenster schliessen und die Heizung aufdrehen. Ich war sehr verwundert, als ich diese Nachricht bekam. Doch die Einheimisches stempelten diese als übervorsichtig ab, da diese Gase keine Gefahr darstellen, wenn man nicht lungenkrank ist.

Letzten Samstag machten wir uns dann auf zum Berg Snæfell, um den Ausbruch zu sehen. Snæfell ist der höchste Berg in Island, der kein Gletscher ist und auch der beste Ort, um den Ausbruch zu beobachten. Wir fuhren etwa 3 Stunden dorthin. Und diese Fahrt war wirklich beeindruckend, denn wir fuhren grösstenteils durch unberührte Landschaften, durch welche einfach nur eine Strasse hindurchführt. Ich frage mich wirklich, wer diese Strassen im Nirgendwo gebaut hat.:P Nach etwa 2 Stunden fuhren wir dann über einen Feldweg Richtung Berg. Und wenn ein kleiner Fluss über den Feldweg fliesst, fährt man einfach hindurch, kein Problem. Als wir dann endlich angekommen sind mussten wir etwa 15 Minuten den Berg hochwandern und plötzlich sahen wir den Ausbruch. Auf der anderen Seite des Tals sah man einen glühenden Punkt. Mit dem Feldstecher sah man richtig, wie das Lava aus der Erde schoss. Es kam mir richtig surreal vor. Es sah aus, als würde man gleich Mordor betreten.(Jaa ich habe alle 3 Herr der Ringe Filme in einer Woche mit meinem Gastbruder geschaut :P) Auf jeden Fall war es ziemlich beindruckend.

Letzte Woche habe ich auch Nordlichter gesehen! Und ich war begeistert! Ich kann sie gar nicht beschreiben. Plözlich schlängeln sich grünliche Lichterfäden durch den Himmel und leuchten unglaublich schön. Mein Gastbruder sagte, er habe noch nie so viele Nordlichter gesehen. Ich habe ein paar lausige Fotos geschossen, wollte aber nicht die Zeit mit fotografieren verschwenden. in echt sehen die Lichter 1000 mal schöner aus. Ich habe mir sie sehr schön vorgestellt, aber meine Erwartungen wurden weit übertroffen. Das muss man mal selbst gesehen haben!

Oh und dann waren wir noch beim Réttir. Ich weiss nicht, wie ich das beschreiben soll. Auf jeden Fall sortiert man die Schafe, welche man vom Hochland getrieben hat. Die Schafe sind alle in einem Ring und dann packt man einfach ein Schaf an den Hörner und versucht es festzuhalten, während es zappelt. Dann muss man nachsehen, was für eine Nummer es auf der Ohrenmarke hat, damit man es zum richtigen Gehege schleppen kann. Das ganze Dorf hat sich beim Réttir versammelt un auch ich habe ein Schaf erfolgreich aussortiert und war sehr stolz!

Und sonst bin ich in der Schule und es ist wirklich anders als in der Schweiz. aber es gefällt mir sehr gut. Heute hatten wir so etwas wie Sporttag und alle Kinder von der 1. bis zur 10. Klasse machten einen Parcour zusammen. Irgendwie sind hier alle Kinder sehr sportlich und jeder spielt Fussball oder Volleyball. Ich glaube, ich werde ins Volleyball gehen.

Gegessen habe ich schon viele lustige und auch sehr leckere Sachen. Zum Beispiel Milchpasta. Das ist wie Milchreis einfach mit Hörnli und gar nicht mal so übel. Ich habe auch schon Slátur probiert, das ist sozusagen Haggis und gar nicht mein Fall. Die Kinder hier lieben es, doch nur schon wenn ich es sehe wird mir schlecht.:P Es verging übrigens noch kein Tag, an dem ich nicht Skyr gegessen habe. Ich gebe es zu, ich bin süchtig haha.

Verzeiht mir bitte alle Grammatik und Rechtschreibfehler. Doch mein Hirn kann sich nicht zwischen Schweizerdeutsch, Hochdeutsch, Englisch und ein wenig Isländisch entscheiden. Und auch danke für eure lieben Kommentare, die freuen mich sehr.

Bis bald

Paula

ein Nordlicht! Ausbruch bei Nacht Ausbruch bei Tag Gas vom Ausbruch

 

 

Donnerstag, 04.09.2014

Pizza und Skyr

Hallo:)

Ich sitze hier in meinem kleinen, aber feinen Zimmer und habe wohl den besten Ausblick vor mir.(siehe unten)

Mein Wochenende hat schon heute Mittag begonnen, da der Geschichtslehrer keine Zeit hatte zu unterrichten und Morgen irgendeine Weiterbildung der Lehrer stattfindet. Ich habe nichts dagegen:). Die Schule hier ist im Allgemeinen viel lockerer und einfacher als in der Schweiz (wir sind übrigens nur zu siebt in der Klasse). Bis jetzt haben wir nur bis 13.20 Schule, da man normalerweise  anschliessend Wahlfächer hat, diese aber noch nicht begonnen haben. Auf die sogennanten "Vals" freue ich mich sehr, da sie nicht wirklich Schulfächer sind, sondern zum Beispiel Kochen oder Filme drehen.

Die Schule ist sehr schön, da man vom Klassenzimmer direkt auf den Fjord und die Berge sieht. Wenn ich nichts verstehe, ( was fast immer der Fall ist:P) kann ich einfach auf das Meer schauen. Nicht schlecht, oder?

Zu Mittag isst man auch in der Schule, in der Cafeteria. Da ist es meistens sehr laut, da alle Kinder von der 1. bis zur 10. Klasse gemeinsam essen. Heute gab es Pizza. Und ich kann sagen, die Isländer liiieben Pizza. Ich habe schon etwa 4 Mal Pizza gegessen seit ich hier bin. Doch die Pizza ist nicht so, wie wir sie kennen. Nein. Sie besteht aus einem eher dicken Teig und der Belag besteht aus möglichst viel Fleisch. Am besten zuerst Hackfleisch, Pilze und anderes Gemüse, dann Käse und obendrauf noch Salami oder Schinken. Mit der Pizza isst man Ketchup und/ oder Hamburgersauce :P und dazu noch Pommes. Lustig, oder?

Und dann gibt es da noch Skyr. Und ich sage euch. Es ist sooo gut! Ich habe es bisher jeden Tag gegessen, und das soll was heissen. Skyr ist ein quarkähnliches Milchprodukt, das fast kein Fett enthält, dafür aber sehr Proteinhaltig und somit viel gesünder als Quark oder Jogurt ist. Aber Skyr ist so viel besser, als jedes andere Milchprodukt. ( Skyr wird neuerdings in die Schweiz importiert, das stand sogar in der Zeitung! Also los geht alle Skyr kaufen!) Wir essen es immer mit braunem Zucker und sebstgepflückten Beeren.

Beerenpflücken, das ist auch noch eine Sache. Es gibt hier drei Beerensorten,die verbreitet sind. Krækjuber(die Häufigste), Bláber Nr. 1 und Bláber Nr.2. Diese kann man vor allem im Hochland pflücken, denn dort wachsen sie am Boden in mini-Sträuchern( wie soll ich das erklären?) Auf jeden Fall gehen alle Beeren sammeln. Wir waren sogar mit der Schule Beeren pfücken. Und diese Beeren sind mega lecker!

Diese Beeren haben wir auch gegessen, als wir einen Teil der Schafe vom Hochland hinuntertrieben. Man konnte nur kurz die Hand auststrecken und schon hielt man Beeren in der Hand. Der Schafabtrieb war sehr lustig, da jeder so laut schreit, wie er nur kann. Meine Gastmutter, Ihre Schwiegertochter und ich gingen zu Fuss und mein Gastvater und der eine Sohn ritten auf Pferden. Die Schafe sind zum Teil sehr clever und tricksen einem immer wieder aus, damit sie ja nicht hinunter ins Tal müssen. Eines versteckte sich in einer kleinen Höhle und als Meine Gastmutter es wegscheuchen wollte, lag es einfach ab und stand nicht wieder auf. Auch als sie es probierte aufzuheben, legte es sich wieder hin uund weigerte sich aufzustehen. Obwohl ihm an gar nichts fehlte. Es rennt wohl jetzt noch irgendwo im Hochland herum.:p

Es gefällt mir hier bisher sehr gut. Ich könnte mir keinen schöneres Dörfchen vorstellen. Man sieht die Berge und das Meer von jedem Haus aus. Die Schweizer würden dafür Millionen hinblättern:P Doch hier steht die Aussicht jedem zur Verfügung! Von "meinem" Haus aus sieht man direkt in die Berge und von der Küche sogar bis zum Meer. Etwa 100 m neben dem Haus verläuft ein kleiner Fluss und vorgestern habe ich darin ein Robbe gesehen, die sich auf einem Stein gesonnt hat!

Bis bald!

Paula

 kraekjuber Das neue Katzenbaby:)  Aussicht von meinem Zimmer Beim Schafe treiben :P Im Hochland beim Schafabtrieb:)

 

 

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